Praktikum in Flensburg - Dantax

"Man bekommt einzigartige Fähigkeiten und wenn man Gas gibt und Initiative zeigt, kann man die ganze Zeit etwas lernen"

Praktikum bei Dantax in Flensburg

Jacob Søndergaard aus Randers in Jütland studiert im 5. Semester Finanzen an der Wirtschaftsakademie in Aarhus. Nachdem er bereits in München und Berlin gewohnt hat, ist er nun im Sommer zurück nach Deutschland gekommen, um ein Praktikum bei Dantax in Flensburg zu absolvieren.

Vor drei Monaten begann Jacobs Praktikum bei Dantax. Während das Praktikum selbst ein Pflichtbestandteil seines Studiums ist, lag die Entscheidung, dafür nach Deutschland zu gehen, ganz bei ihm. „Während ich jung bin möchte ich gerne reisen und so viel wie möglich erleben, da das später im Leben schwieriger sein kann. Gleichzeitig möchte ich neue Fähigkeiten erlernen und meine Karrierechancen verbessern. Das Praktikum bietet mir beides”, meint Jacob.

Jacob denkt, dass es in Zukunft in Dänemark eine wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften geben wird, die sich mit der deutschen Kultur, Sprache und dem deutschen Markt auskennen. Heutzutage entscheiden sich immer weniger junge Menschen für ein Studium, das sich mit dem Deutschen beschäftigt. Dabei ist Deutschland weiterhin äußerst relevant für die dänische Wirtschaft – das schafft gute Zukunftschancen für Menschen wie Jacob, sowohl in Dänemark, als auch in Deutschland.

Die Arbeit bei Dantax – abwechslungsreiche Aufgaben und flache Hierarchien

Dantax ist eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die seit 30 Jahren über die deutsch-dänische Grenze hinweg arbeitet. Die etwa 50 Angestellten der Firma beraten vor allem dänische Firmen, die in Deutschland tätig sind oder planen, einen Sitz in Deutschland zu etablieren. Dantax passt also richtig gut zu Jacob, der nicht nur sein Deutsch anwenden und verbessern kann, sondern auch die Möglichkeit hat, viele verschiedene Arbeitsbereiche kennen zu lernen.

„Ich habe keine feste Abteilung, aber die meisten meiner Aufgaben liegen im Marketingbereich. Marketing ist kein großer Bestandteil meines Studiums, aber es ist einer der Bereiche, die mich am meisten interessieren und bei dem ich bei Dantax am meisten behilflich sein kann“, erzählt Jacob. Darüber hinaus arbeitet er aber auch im Finanzbereich, indem er zum Beispiel Steuererklärungen für Dantax‘ Kunden vorbereitet.

Es war nicht schwer für Jacob, sich an die Arbeitskultur bei Dantax zu gewöhnen: „Bei Dantax gibt es flache Hierarchien und ziemlich dänische Werte“, sagt er, „Ich kann mit allen Mitarbeitern reden und alle um Rat fragen“. Die gute Chemie zwischen den Kollegen setzt sich auch außerhalb der Arbeitszeit fort. Viele von Jacobs Kollegen sind im gleichen Alter und haben Lust, in der Freizeit etwas gemeinsam zu unternehmen.

Flensburg – eine gemütliche Stadt

In Deutschland gibt es für jeden Geschmack die richtige Stadt. „Es gibt riesige Unterschiede zwischen den Bundesländern, kulturell und mental“, findet Jacob, der nun in drei verschiedenen Bundesländern gelebt hat. Er mag Flensburg, eine gemütliche Stadt mit deutlich weniger Einwohnern als Berlin oder München. Flensburg liegt außerdem nur zwei Stunden von Aarhus entfernt, daher ist es leicht für Jacobs Freunde und Familie, zu Besuch zu kommen. Auch die Wohnungssituation in Flensburg ist entspannter als in den beliebten deutschen Großstädten. Jacob bekam nach kurzer Zeit mehrere Angebote für WG-Zimmer aus denen er wählen konnte und ist inzwischen gut mit seinen Mitbewohnern befreundet. Es lohnt sich also, auch den kleineren Städten in Deutschland eine Chance zu geben, die mit solchen Vorteilen überzeugen können.

Gute Ratschläge für interessierte zukünftige PraktikantInnen

Jacob empfiehlt allen, die überlegen ein Praktikum in Deutschland zu machen, den Schritt zu wagen. „Man sollte sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass es ein wenig Initiative erfordert, ein gutes Sozialleben aufzubauen, wenn man niemanden kennt“, rät Jacob und fährt fort: „Aber die Erfahrung gibt einem sehr viel. Man bekommt einzigartige Fähigkeiten und wenn man Gas gibt und Initiative zeigt, kann man die ganze Zeit etwas lernen. Selbst in den Pausen verbessert man ja sein Deutsch. Auch wenn Deutschland vielleicht auf den ersten Blick nicht so exotisch wirkt, hat das Land trotzdem eine eigene, andere Kultur, die einem eine wertvolle neue Perspektive auf den eigenen Alltag eröffnet“.